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Berufsfachschulen: Ausbildung auf der Schulbank

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Berufsausbildungen führen nicht immer zwangsläufig in einen Betrieb. Wer sich etwa im Dienstleistungsbereich oder im Sozial- und Gesundheitswesen ausbilden lassen will, kann dies auch auf schulischem Wege tun. Anbieter wie die WBS Berufsfachschulen bieten Auszubildenden die Gelegenheit dazu.

Im Vollzeitunterricht kann hier eine mindestens ein Jahr in Anspruch nehmende Ausbildung, d.h. eine Berufsausbildung oder berufliche Erstausbildung, absolviert werden. Eine Ausnahme bilden dabei die Ausbildungen zum Erzieher und Altenpfleger, die auch in Teilzeit, also berufsbegleitend, angeboten werden. Auszubildende erhalten in Berufsfachschulen einen umfassenden Einblick in die fachlichen Inhalte eines Ausbildungsberufes und werden so bestmöglich auf den Berufsabschluss vorbereitet. Wie lange die berufsschulische Ausbildung dauert, hängt genauso wie die Organisation des Schulalltags vom jeweiligen Ausbildungsberuf ab.

Wie groß ist der Praxisanteil?

Auch wenn Auszubildende an einer Berufsfachschule im Gegensatz zum dualen Ausbildungsmodell keinen klassischen Ausbildungsvertrag in einem Betrieb unterzeichnen, sammeln sie hinreichend praktische Erfahrung. Dafür sorgen in erster Linie fest eingeplante Praktika während der Ausbildung.

So ist es durchaus möglich, dass die Auszubildenden in manchen Ausbildungsjahren nur ein- oder zweimal pro Woche in der Berufsfachschule unterrichtet werden und die restlichen Tage etwa in einem Krankenhaus oder einer Kindertagesstätte verbringen.

Welche Abschlüsse kann ich erwerben?

Einerseits können Auszubildende an Berufsfachschulen staatlich anerkannte Berufsabschlüsse erwerben, die durch das Berufsbildungsgesetzt festgelegt und bundesweit einheitlich organisiert sind. Zum anderen gibt es die Schulberufe nach Landesrecht, die den Kultusministerien der einzelnen Bundesländer unterstehen. Die Anzahl solcher Schulberufe steigt seit Jahren enorm.

Welche Ausbildungen gibt es?

Neben Ausbildungen im Dienstleistungsbereich (sach- oder personenbezogene Dienstleistungen) sind Ausbildungen im Sozial- und Gesundheitswesen an Berufsfachschulen am häufigsten. Viele soziale, erziehende, heilende oder therapeutische Berufe können hier erlernt werden. Anbieter wie die WBS Berufsfachschulen bieten unter anderem Ausbildungen zum Erzieher, Alten- oder Krankenpfleger, Ergotherapeuten, Rettungsassistenten, Masseur oder Logopäden an.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Die Voraussetzungen, derer es bedarf, um eine Berufsfachschule besuchen zu können, sind vom jeweiligen Ausbildungsberuf abhängig. In einigen Fällen reicht bereits ein Hauptschulabschluss, andere Ausbildungsberufe erfordern einen Realschulabschluss oder einen ersten Berufsabschluss. Interessenten sollten sich frühzeitig über die Teilnahmevoraussetzungen für die anvisierten Ausbildungsprogramme informieren.

Finanzierung der Ausbildung

Im Gegensatz zu Azubis, die in einem Betrieb ausgebildet werden, erhalten Auszubildende an Berufsfachschulen keine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Finanzierung des Besuchs einer Berufsfachschule ist jedoch über verschiedene andere Wege möglich. Schüler, die sich durch besonders gute Leistungen auszeichnen, werden nicht selten durch ein Stipendium unterstützt. Für den Erhalt eines solchen Stipendiums sind abhängig vom jeweiligen Stipendiengeber unterschiedliche Bedingungen zu erfüllen. Darüber hinaus gibt es bei schulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen auch die Möglichkeit, BAföG zu beantragen.

Bildquelle: pixabay.com; Public Domain CC0