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Unternehmen: Die Markenrecherche als wichtiger Schritt vor jeder Markenanmeldung

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Marken beeinflussen täglich unsere Kaufentscheidungen. Sie kennzeichnen Produkte und Dienstleistungen und bieten Unterscheidungsmerkmale zwischen den eigenen Angeboten und denen der Mitbewerber. Wie die Erfahrung immer wieder zeigt, sorgen Marken dafür, dass Impulse gegeben und Gefühle geweckt werden. Unternehmen, die eine erfolgreiche Marke auf den Markt gebracht haben, sorgen dafür, dass Verbraucher in der Flut der Werbebotschaften den Überblick behalten und bestenfalls das eigene Produkt kaufen werden.

Erst die Marke macht aus einem No-Name-Produkt einen gut absetzbaren Markenartikel – und dabei ist es auch egal, ob das Produkt durch Zeichen oder Buchstaben oder gar mit dem Firmennamen selbst gekennzeichnet ist.

Ist die Marke noch frei?

Unternehmen, die ein neues Produkt auf dem Markt einführen möchten, müssen im Vorfeld zahlreiche Arbeiten erledigen. Es ist nicht damit getan, eine qualitativ hochwertige Ware hergestellt zu haben, sondern diese muss auch eine Produktbezeichnung, einen Namen haben, damit sie von den Verbrauchern gefunden und auf deren Kaufentscheidungen Einfluss nehmen können.

Um Abmahnungen oder Klagen zu vermeiden, sollte vor der Markenanmeldung eine Markenrecherche stehen. Es ist sehr ärgerlich und kostspielig, wenn der neue Markenname bereits vergeben ist. Bisherige Werbemaßnahmen wären ins Leere gelaufen und vielfach muss sogar der Firmenname wieder geändert werden, wenn ein anderes Unternehmen seine Rechte geltend macht.

Prüft das Deutsche Patentamt in München, ob es bereits eingetragene Marken gibt?

Marken werden beim Deutschen Patent- und Markenamt in München angemeldet. Viele Unternehmen sind der Ansicht, dass das Patentamt im Zuge der Markeneintragung prüft, ob es zu Konflikten mit bereits eingetragenen Marken geben kann. Dies ist jedoch nicht der Fall! Es ist stets die Aufgabe des Markenanmelders, im Vorfeld zu überprüfen, ob Rechte Dritter verletzt werden könnten.

Hinweis: Konflikte mit Marken können sich auch bei Firmennamen und Domains ergeben. Es sind also nicht nur die Produkte selbst, die für Probleme mit Markenrechten sorgen.

Einfache und umfangreiche Markenrecherche

Die erste Markenrecherche kann schon über das Internet erfolgen. Hier gibt der Unternehmer in der Suchleiste einer Suchmaschine den gewünschten Markennamen ein und prüft, ob dieser bereits von einem anderen Anbieter verwendet wird. Wird nichts gefunden, so heißt dies jedoch nicht, dass es nicht trotzdem zu Markenrechtsverletzungen kommen kann. Nach der einfachen Markenrecherche sollte jetzt eine umfangreichere gestartet werden. Es gilt zu überprüfen, ob es bereits nationale Eintragungen beim DPAM in München gibt. Darüber hinaus sollten auch internationale Überprüfungen stattfinden. So gibt es beispielsweise auch die Möglichkeit, das Register des Harmonisierungsamtes für den Binnenmarkt (HABM) zu konsultieren. Darüber hinaus kann international über das WIPO Register gesucht werden.

Eine Markenrecherche sollte in jedem Fall äußerst genau erfolgen, damit die Markteinführung des neuen Produktes nicht schnell zu Streitereien mit Konkurrenten führt.

Bildquelle: pixabay.com; Public Domain CC0