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Arbeitslos? Ein neuer Job muss her!

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„Es tut uns sehr leid, Herr Müller, aber wir müssen Ihnen leider betriebsbedingt kündigen.“ Diesen Satz möchte niemand gerne hören! Und doch gibt es tagtäglich Menschen, die sich völlig unverhofft in dieser Ausnahmesituation wiederfinden. Mit einem Schlag ist die Zukunft ungewiss und Existenzangst macht sich breit. Eigentlich würde man sich am liebsten die nächsten Wochen mit der Decke überm Kopf in seinem Bett verkriechen. Aber von morgens bis abends Trübsal blasen ist in dieser Situation nicht länger als ein Wochenende drin.

Jetzt heißt es auf die Zähne beißen und alle vorhandenen Kräfte gebündelt mobilisieren. Ein neuer Job muss her!

Achtung! Versäumen Sie keine Fristen. Bereits nach Kenntnis der Kündigung müssen Sie sich bei der Agentur für Arbeit melden, auch wenn für die nächsten Wochen noch Anspruch auf Resturlaub besteht (Hotline Arbeitsagentur 01801 – 555 111). Ein Anruf bei der Hotline ist der erste Schritt. Sollten Sie kein Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen, so müssen Sie sich selbst freiwillig krankenversichern. Daher ist es ratsam, sich auch mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen.

Bei der Arbeitsagentur starten nun zwei Vorgänge. Im ersten Schritt wird festgestellt, ob Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld müssen Sie persönlich bei der Agentur abgeben. Dort wird geklärt, ob Sie die notwendigen Voraussetzungen zur Auszahlung des Arbeitslosengeldes vorliegen. Wenn Sie in den letzten 24 Monaten mindestens 12 Monate sozialversichert waren, steht Ihnen das Arbeitslosengeld I. zu. Alle anderen können einen Antrag auf Arbeitslosengeld II. (auch Hartz IV.) stellen.

Im zweiten Schritt bekommen Sie einen Berater/in zugeteilt. Dieser hat die Aufgabe, Sie wieder vorrangig in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis einzugliedern. Alle hierzu notwendigen Fragebögen und dazugehörigen Unterlagen sollten von Ihnen innerhalb von sieben Tagen ausgefüllt werden. Hierzu gehören auch Ihre Bewerbungsunterlagen, mit denen Sie sich künftig bewerben wollen. Zwischen der Agentur für Arbeit und Ihnen wird eine Art Vertrag geschlossen: Die Eingliederungsvereinbarung. Hier wird vereinbart, wie die Agentur den Arbeitslosen unterstützt und welche Leistungen in Form von Bewerbungsbemühungen oder Fortbildungen der Arbeitslose zu erbringen hat. Die Agentur für Arbeit macht regelmäßig Stellenangebote, auf die man sich unbedingt bewerben sollte. Werden nämlich Punkte aus der Eingliederungsvereinbarung nicht erfüllt, muss man mit Kürzung des Arbeitslosengeldes rechnen.

Nun müssen Sie erst recht Gas geben! Wer ist schon gerne lange in den Klauen des Arbeitsamts? Jetzt heißt es täglich auch auf eigene Faust in der Presse und im Internet zu recherchieren. Welche Stellenangebote gibt es in unmittelbarer Nähe? Stecken Sie sich aber auch einen weiteren Radius – wie viele Kilometer wären maximal für Sie drin? Checken Sie auch die Fahrpläne der Bundesbahn. Welche Anbindungen liegen günstig für Sie?

Stellen Sie sich die Frage, ob Sie die durch Arbeitslosigkeit entstandenen Freiräume auch für eine sinnvolle Fortbildung nutzen können, die Sie beruflich weiter bringt? Vielleicht würde ein Computerkurs oder ein Businesskurs bei der Volkshochschule Ihre Bereitschaft auf Leistung und somit Ihre Chancen in einem Vorstellungsgespräch wesentlich erhöhen.

Das Allerwichtigste aber ist und bleibt die Aufgabe, eine vernünftige und fehlerfreie Bewerbungsmappe zu erstellen. Sie ist die Eintrittskarte zu einem neuen Job und öffnet im besten Fall Tür und Tor für ein neues Leben.

Die wichtigsten Eckpfeiler einer Bewerbungsmappe sind das Deckblatt, der Lebenslauf und das Anschreiben. Als Anlage werden in der Regel die Schul- und Ausbildungszeugnisse sowie die Arbeitszeugnisse beigefügt. Auch Nachweise über Fort- und Weiterbildungen oder fachspezifische Kurse können einen guten Eindruck hinterlassen und sollen beigefügt werden.

Um sich eine unangenehme Odyssee von Absagen zu ersparen, sollten Sie von Anfang an Ihr Augenmerk auf eine gut gestaltete und fehlerfreie Bewerbung legen. Mit einer falsch aufgebauten Bewerbung und einem im heimischen Wohnzimmer geknipsten Bewerbungsfoto haben Sie auf dem Arbeitsmarkt nur wenige Chancen.

Daher ist es zu empfehlen, sich zuerst in Sachen Bewerbungsschreiben einmal schlau zu machen. Wer weiß, wie eine perfekte Bewerbung aussehen soll, ist seinen Mitbewerbern gegenüber klar im Vorteil.

Im Internet gibt es viele Tipps und Bewerbungsvorlagen an denen man sich gut orientieren kann. Für diejenigen, die sich in einem Text- oder Grafikprogramm nicht so gut auskennen, werden bereits fertig formatierte Bewerbungsvorlagen angeboten, die Sie ganz unkompliziert mit Ihren persönlichen Daten ausfüllen können. Gut gestaltete Bewerbungsvorlagen bieten auch optisch einen Vorteil in einem Bewerbungsstapel und wecken die Neugier des Betrachters.