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Arbeiten in der Glasindustrie: Qualitätsprodukte Sonderanfertigungen und Co.

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Tätigkeiten in der Glasindustrie sind äußerst gefragt, handelt es sich hierbei meist um sehr alte Handwerkskünste, die ein hohes Maß an Kreativität erfordern und alles andere als eintönig sind.

Wer in der Glasindustrie nach einem Job sucht, der hat es allerdings nicht sehr leicht. In Deutschland gibt es nur noch sehr wenige Unternehmen, die Glasprodukte auf traditionellem Wege herstellen. Und auch vollautomatisch arbeitende Betriebe sind nur in geringer Anzahl vorhanden. Um beispielsweise als Glasmacher(in) arbeiten will, der muss die Fühler weit ausstrecken und darf ggf. auch einen Umzug nicht scheuen.

Glasmacher(In) für mundgeblasene Produkte

Eines der schönsten Tätigkeitsfelder, das sich im Bereich der Glasmacherei befindet, ist in den Werkstätten für mundgeblasenes Glas zu finden. Hier entstehen Qualitätsprodukte und Kunden-Sonderanfertigungen, die einzigartig und von ganz besonderer Schönheit sind. Die Mitarbeiter können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und haben die Möglichkeit, von Anfang bis zum Ende komplett an der Entstehung des Glasprodukts beteiligt zu sein.

Die meisten Glasmacher(innen) sind jedoch in der Industrie bei Hohlglasherstellern oder auch in Glashütten für manuelle Fertigung beschäftigt. Darüber hinaus gibt es hin und wieder offene Stellen in Recycling-Betrieben.

Die Ausbildung als Glasmacher

Gemäß dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) unterliegt die Tätigkeit des Glasmachers/der Glasmacherin seit 1985 eines anerkannten Ausbildungsberufes. Bundesweit gilt eine Ausbildungszeit von drei Jahren.

Darüber hinaus gibt es weitere spezifische Berufsbezeichnungen, mit denen sich die Auszubildenden spezialisieren können. So gibt es beispielsweise das Tätigkeitsfeld des Facharbeiters für Glastechnik, des Maschinenglasbläsers und auch des Glasschmuckmachers.

Der letztgenannte Berufsbereich weicht ein wenig vom ursprünglichen Beruf des Glasmachers ab, kann vielfach jedoch genau die gleichen Arbeitsmechanismen beinhalten, wie sie beispielsweise im Bereich der Handwerksbetriebe für mundgeblasene Vasen oder Trinkgefäße zu finden sind.

Glasmacher in der Baubranche

Da jedoch auch der Bausektor mehr und mehr auf die Integration von Glas in Immobilien setzt, ist der Beruf des Glasmachers letztendlich dann doch als äußerst zukunftsträchtig zu erachten. Häuser mit kompletter Glasfront sind nunmehr die Regel statt die Ausnahme. Und da sich Glas auch biegen lässt, sind die Gestaltungsmöglichkeiten enorm.

Glas hat darüber hinaus einen immer höher werdenden Stellenwert im Bereich der Unterhaltungselektronik genommen. Vor allem auch durch die Innovationen bei Füge- und Biegetechnik kann extrem dünnes Glas bei der Herstellung von Computern, Mobiltelefonen und auch bei Fernsehgeräten eingesetzt werden.

Flexible Arbeitnehmer werden es zukünftig also nicht schwer haben, eine Anstellung im Bereich der Glasmacherei zu finden. Vorausgesetzt, sie wollen nicht unbedingt ausschließlich im Handwerksbetrieb um die Ecke arbeiten, um hier lediglich Vasen aus Glas zu kreieren.

Bildquelle: pixabay.com; Public Domain CC0